Vor Beginn der Verbandsversammlung erhielten die neuen und bisherigen Verbandsräte im Rahmen einer Führung durch die Anlagen des Zweckverbandes einen Einblick in die Wasserversorgung „vom Brunnen bis zum Wasserhahn“. Vorgestellt wurden die Bereiche Wassergewinnung, Aufbereitung, Hochbehälter, Leitungsnetz, Verwaltung sowie aktuelle und künftige Investitionen. Die Besichtigung der Aufbereitungsanlage wurde von den Teilnehmern positiv aufgenommen und bot einen anschaulichen Überblick über die Aufgaben des Zweckverbandes.
Im Mittelpunkt der anschließenden konstituierenden Verbandsversammlung standen organisatorische Entscheidungen für die Wahlperiode 2026 bis 2032. Die bestehende Geschäftsordnung bleibt zunächst in Kraft. Die Verwaltung stellte erste Änderungsvorschläge vor. Die Beratung und Beschlussfassung über eine Neufassung ist für die Oktobersitzung vorgesehen.
Auch die Verbandssatzung sowie die Entschädigungssatzung gelten unverändert weiter. Die Entschädigungen für Verbandsräte und Verbandsvorsitzende wurden zuletzt im Jahr 2014 angepasst und bleiben unverändert.
Neu besetzt wurde der Rechnungsprüfungsausschuss. Vorsitzender für die ersten drei Jahre der Wahlperiode ist Gerd Brandmähl Estor aus Hemhofen. Anschließend übernimmt Matthias Bittel aus Röttenbach den Vorsitz. Hintergrund ist die Regelung der Verbandssatzung, wonach der Verbandsvorsitz jeweils für drei Jahre zwischen den Ersten Bürgermeistern der Mitgliedsgemeinden wechselt. In den ersten drei Jahren der Wahlperiode übernimmt Ludwig Wahl, Erster Bürgermeister der Gemeinde Röttenbach, den Vorsitz des Zweckverbandes. In den letzten drei Jahren der Wahlperiode geht der Vorsitz auf Alexander Westermann, Erster Bürgermeister der Gemeinde Hemhofen, über. Der Vorsitz des Rechnungsprüfungsausschusses wird jeweils von der anderen Mitgliedsgemeinde gestellt.
Die Verbandsversammlung stellte zudem die Jahresrechnung 2025 fest und erteilte Entlastung. Die Haushaltsansätze wurden insgesamt gut eingehalten, die Rechnungsprüfung ergab keine Beanstandungen und bestätigte die geordnete finanzielle Situation des Zweckverbandes.
Darüber hinaus informierte die Verwaltung über die nächsten Schritte zur Sanierung und Erweiterung des Verwaltungs- und Betriebsgebäudes in Hemhofen mit Photovoltaikanlage und geplantem Zwischenbau. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den langfristigen Investitionen in die Wasserversorgung. In den kommenden Jahren sollen insbesondere ältere Wasserleitungen erneuert werden. Im Rahmen der RZWas-Förderung könnten hierfür künftig erhebliche staatliche Zuweisungen in Anspruch genommen werden.